Kfz-Wörterbuch
24 wichtige Begriffe verständlich erklärt
Im Zusammenhang mit Motorschäden, Getriebeschäden und dem Fahrzeugverkauf begegnen Ihnen viele Fachausdrücke. Dieses kleine Nachschlagewerk erklärt die wichtigsten Begriffe, ohne eine Werkstattdiagnose vorwegzunehmen.
Notlauf
Schutz- oder Fehlerreaktion eines Steuergeräts, bei der die verfügbare Leistung oft begrenzt wird. Die Ursache muss aus Fehlerspeicher und Messwerten ermittelt werden.
Fehlerspeicher
Gespeicherte Diagnoseinformationen der Steuergeräte. Ein Code ist ein Hinweis für die Fehlersuche und nicht automatisch der Beweis für ein defektes Bauteil.
Live-Daten
Aktuelle Messwerte, die ein Diagnosegerät während der Prüfung aus Steuergeräten ausliest. Sie müssen im passenden Betriebszustand interpretiert werden.
Steuerkette
Bauteil zur Synchronisation von Kurbel- und Nockenwellen bei entsprechenden Motoren. Geräusche oder Verschleiß bedürfen einer fachlichen Prüfung.
Zahnriemen
Riemen für den Steuertrieb bestimmter Motoren. Wechselintervalle und Prüfhinweise richten sich nach dem jeweiligen Hersteller und Motortyp.
Zylinderkopfdichtung
Dichtung zwischen Motorblock und Zylinderkopf. Bei Defekten können je nach Ursache Kühlmittel, Öl oder Verbrennungsgase betroffen sein.
Kompression
Druckaufbau im Zylinder während des Verdichtungsvorgangs. Eine Messung kann wichtige Hinweise zum mechanischen Zustand geben.
Öldruck
Druck des Motoröls im Schmiersystem. Eine rote Öldruckwarnung kann auf akute Gefahr für den Motor hinweisen.
Turbolader
Abgasgetriebener Verdichter für die Ansaugluft. Leistungsverlust und Pfeifgeräusche haben nicht zwangsläufig nur eine Turbolader-Ursache.
Ladedruck
Druck der verdichteten Ansaugluft bei aufgeladenen Motoren. Messwertabweichungen können aus mehreren Komponenten stammen.
Mechatronik
Verbindung elektronischer Steuerung und hydraulischer beziehungsweise mechanischer Funktionen, etwa in bestimmten Automatikgetrieben.
Doppelkupplungsgetriebe
Getriebebauart mit zwei Kupplungen zur Gangvorwahl. Diagnose und Wartung richten sich nach der konkreten Ausführung.
Austauschmotor
Motor, der anstelle des ursprünglichen Aggregats eingebaut wird. Zustand, Herkunft, Zusatzarbeiten und vertragliche Bedingungen sollten dokumentiert sein.
Restwert
Geschätzter Marktwert eines Fahrzeugs im vorhandenen Zustand. Schäden, Laufleistung, Ausstattung und Nachfrage spielen dabei eine Rolle.
Wirtschaftlicher Totalschaden
Begriff aus bestimmten Bewertungs- und Schadenszusammenhängen. Die genaue Einordnung ist vom jeweiligen Sachverhalt und gegebenenfalls vom Versicherungsrecht abhängig.
Hauptuntersuchung (HU)
Regelmäßige gesetzlich vorgesehene Fahrzeugprüfung. Ein fehlender HU-Nachweis schließt einen Verkauf grundsätzlich nicht aus.
Rollfähigkeit
Angabe, ob sich ein Fahrzeug auf seinen Rädern bewegen und verladen lässt. Wichtig für Transport und Abschleppplanung.
Kostenvoranschlag
Schriftliche Schätzung eines Reparaturbetriebs zum erwarteten Aufwand. Umfang und Verbindlichkeit sollten beim Betrieb geklärt werden.
Fahrzeug-Identnummer
Eindeutige Kennung eines Fahrzeugs. Bei Veröffentlichung in Foren sollten sensible Angaben nur gezielt und nicht unnötig weitergegeben werden.
Wartungshistorie
Nachweise zu Inspektionen, Reparaturen und Pflege. Eine nachvollziehbare Historie kann die Einschätzung des Fahrzeugzustands erleichtern.
Fehlzündung
Unregelmäßigkeit des Verbrennungsvorgangs. Die Ursachen reichen je nach Motor von Zündung über Kraftstoffversorgung bis zu mechanischen Problemen.
Kühlkreislauf
System zum Abführen von Motorwärme. Undichtigkeiten oder gestörte Zirkulation können eine Überhitzung verursachen.
Ankauf im Ist-Zustand
Angebot beziehungsweise Verkauf unter Berücksichtigung des tatsächlichen Zustands einschließlich bekannter Defekte. Konkrete Vertragsbedingungen müssen geprüft werden.
Verladbarkeit
Praktische Möglichkeit, ein Auto sicher auf ein Transportfahrzeug zu bringen. Standort, Zugänglichkeit, Rollfähigkeit und Fahrzeuggewicht sind relevant.